3 Es gibt ungedeckte Bedarfe nach Werkzeugen und Support – je nach Gruppe unterschiedliche

3.1 Es fehlen technische Werkzeuge für das FDM – besonders für Datenmanagementpläne

Werkzeuge zur Erstellung von Datenmanagementplänen stechen unter den fehlenden technischen Werkzeugen für das FDM heraus. Diese fehlen 47% (221 von 466) der Teilnehmenden. Für den Datenaustausch zwischen verschiedenen Systemen fehlen zudem 39% der Teilnehmenden Werkzeuge. Aber auch andere Werkzeuge für das FDM fehlen einer größeren Gruppe von 26% bis 32% der Teilnehmenden.

Zu den am seltensten fehlenden Werkzeugen gehören solche, die nur i.w.S. zum FDM gehören (Projektmanagement, Visualisierung, Datenanalyse). Dies spricht dafür, dass andere Praktiken im Umgang mit digitalen Daten schon besser abgedeckt sind. Auch der Bereich “Publikation”, der sehr selten genannt wurde (10%), könnte zumindest z.T. als auf die Publikation von Zeitschriften-Artikeln bezogen verstanden worden sein.

Abb. 3.1: Häufigkeit, mit der für einzelne Aufgaben des FDM technische Werkzeuge fehlen (Frage mit Mehrfach-Auswahl)

Lediglich 17%3 der Teilnehmenden gaben an, dass ihnen keine technischen Werkzeuge fehlen. Dem gegenüber listeten 36% der Teilnehmenden fünf oder mehr Werkzeuge für das FDM als fehlend, was für vielfältige Bedarfe spricht.

Abb. 3.2: Verteilung der Anzahl von Werkzeugkategorien im Bereich FDM, die von einzelnen Teilnehmenden als fehlend angegeben wurden

3.2 Mehr Personal würde zu besserem FDM motivieren – v.a. die Teamleitungen

Diese Frage verlangte eine Einfach-Auswahl. Mit 41% (175 von 429) waren zusätzliche Personalressourcen für FDM-Aufgaben der mit Abstand wichtigste Motivator, sich stärker im Bereich FDM zu engagieren. Allerdings war dies für Teamleitungen sehr viel wichtiger (54%) als für Nicht-Teamleitungen (34%).

Umgekehrt gaben Teilnehmende ohne Leitungsaufgabe deutlich häufiger an, dass v.a. eine höhere Sichtbarkeit von Datenpublikationen oder eine Berücksichtigung bei Berufungen sie motivieren würde. Aber auch bei Teilnehmenden ohne Leitungsaufgabe waren Personalressourcen die wichtigste Motivation.

Abb. 3.3: Verteilung der Angaben zu der Frage, was am meisten zu einem stärkeren Engagement im FDM motivieren würde. Dargestellt ist die Verteilung für alle Teilnehmenden, sowie eine Auftrennung nach Teamleitungs-Status.

3.3 Hoher Bedarf an fachlicher Unterstützung zu FDM-Themen

Für alle genannten Aufgaben des FDM bis auf Analyse-Codes wurde von >50% der Teilnehmenden ein (eher) hoher Bedarf geäußert (4 oder 5 auf einer Skala von 1 bis 5). Wie bei FDM-Werkzeugen, war auch bei fachlicher Unterstützung der Bedarf im Bereich Datenmanagementpläne besonders hoch, hier gaben 68% der Teilnehmenden einen (eher) hohen Bedarf an.4

Abb. 3.4: Ausprägungsgrad des Bedarfs an fachlicher Unterstützung in verschiedenen Bereichen des FDM. Es können selektiv die gewünschten Bedarfsgrade dargestellt werden (zwischen 1 = kein Bedarf und 5 = hoher Bedarf).

3.4 Für FDM insgesamt und insbesondere IT-Aspekte des FDM werden viele konkrete Bedarfe geäußert

Teilnehmende konnten an vier verschiedenen Stellen Freitextantworten zu Bedarfen im Bereich FDM geben. Darunter waren zwei reine Freitextfragen sowie zweimal Freitextangaben unter “Sonstiges”. Es wurden insgesamt 169 Angaben zu Bedarfen gemacht, die eine große Breite an Diensten, Werkzeugen und Prozessen adressierten.5

Dabei waren es zum Teil spezifische Bedarfe, die vorgegebene Antwortkategorien (siehe insbesondere 3.1) genauer erläuterten, zum Teil aber auch in der Umfrage nicht explizit abgefragte Bedarfe. Die größte Gruppe bildeten Bedarfe nach technischen IT-Ressourcen (75 Angaben). Diese gliederten sich noch einmal in diverse Bedarfe auf, wobei der Bedarf nach Lösungen für Datenzugriff durch Externe herausragte (25 Angaben). Spezifische Software-Lösungen wurden ebenfalls oft genannt (18 Angaben), darunter aber keine Software mehr als zweimal. Auch Bedarfe ohne IT-Bezug wurden genannt, dies wurde aber in der Umfrage stärker adressiert (siehe insbesondere 3.2), so dass die Angaben in Freitexten hierzu im Vergleich weniger Aussagekraft besitzen.

In dieser Analyse konnte ein Freitextfeld mehreren Bedarfen zugeordnet werden. Mehrere Arten von Angaben wurden aus der Analyse ausgeschlossen: (1) Angaben, dass nichts fehle oder ohne inhaltlichen Bezug zur Frage, (2) Angaben, dass vorhandene Dienste nicht bekannt seien, (3) Kommentare allgemeiner Art, die keinen konkreten Bedarf erkennen ließen und (4) Bedarfe mit explizitem BUA-Bezug.

Abb. 3.5: Verteilung, der in Freitextantworten gemachten Angaben zu fehlenden Werkzeugen, Diensten und anderen FDM-Lösungen


  1. Differenz zu “Mir fehlen keine technischen Werkzeuge” resultiert aus Teilnehmenden, die keiner Antwortmöglichkeit zugestimmt haben. Sowohl Teilnehmende, die keine Antwortmöglichkeit ausgewählt haben, als auch diejenigen, die der Antwortmöglichkeit “Mir fehlen keine technischen Werkzeuge” zugestimmt haben, wurden als Teilnehmenden ohne fehlende technische Werkzeuge gezählt.↩︎

  2. Antwortmöglichkeit “kann ich nicht einschätzen” wurde entfernt.↩︎

  3. Die Fragen wurden pro teilnehmender Person zusammengefasst, so dass eine bestimmte Angabe von der gleichen Person nur einmal gezählt wurde, auch wenn sie an verschiedenen Stellen wiederholt wurde.↩︎